Kommentar zur Gesundheitsreform
- 3. Juli
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Die geplante Gesundheitsreform ist ein Fehlgriff von Gesundheitsministerin Warken (CDU). Statt echte Entlastung zu schaffen, werden kranke Menschen und ohnehin schon überlastete Arztpraxen mit noch mehr Bürokratie zusätzlich unter Druck gesetzt. Wer ernsthaft glaubt, dass eine Pflicht zur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag ein Fortschritt ist, hat den Alltag vieler Menschen offensichtlich aus dem Blick verloren.
Genau deshalb darf die SPD hier nicht mitmachen. Eine sozialdemokratische Partei kann keine Politik unterstützen, die Beschäftigte pauschal unter Verdacht stellt und den Druck auf Kranke, Eltern und Arbeitnehmende weiter erhöht. Wer soziale Gerechtigkeit ernst nimmt, darf sich nicht hinter einer Reform verstecken, die am Ende vor allem Misstrauen erzeugt.
Stattdessen müssen wieder die Menschen in den Mittelpunkt rücken, die diese Politik am härtesten trifft: Eltern, Alleinerziehende, Menschen im Schichtdienst und Beschäftigte mit wenig Flexibilität. Sie brauchen keine weiteren Hürden, sondern Entlastung, Verlässlichkeit und politische Stärke. Genau diese Gruppen müssen wieder klarer in den Fokus unserer Partei rücken — und genau dafür müssen wir als Partei wieder sichtbar einstehen.


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